Tipps zur Aussaat

Schön, wenn man es nach viel Geduld und Pflege geschafft hat: Die ersten Samen keimen! Manchmal kann es allerdings vorkommen, dass die Blumensamen aus dem naturkraftwerk, trotz sorgfältiger Auswahl und Kontrolle, nicht aufgehen. Blumensamen und Pflanzensamen sind ein Produkt der Natur und nicht perfekt - kaum eine Samenart erreicht eine Keimquote von 100 %. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps und Ratschlägen, wie sie bei der Anzucht von Samen vorgehen müssen, damit aus Ihrem Samen eine prächtige Pflanze wird.

Welche Erde ist für die Aussaat geeignet?


Grundsätzlich jede feinkrümelige, lockere Erde mit einem niedrigen Nährstoffgehalt. Komposterde oder Blumenerde eignen sich also nur bedingt für die Aussaat, denn diese enthalten mineralische Salze, die Jungpflanzen nicht vertragen. Aufgrund des geringen Nährstoffgehalts wird die Jungpflanze angeregt, kräftige Wurzeln zu bilden und nicht zu schnell in die Höhe zu wachsen. Für unsere Anzuchtsets verwenden wir keim- und schädlingsfreies Kokosfasersubstrat, welches in den ersten Wochen der Keimung einen idealen Nährboden für die Jungpflanze bildet. Die gepresste Kokosquelltablette wird einfach in einen wasserdichten Behälter gegeben und dieser solange mit etwas raumwarmen Wasser aufgefüllt, bis sich die Tablette in lockeres Substrat aufgelöst hat. Alternativ kann im Fachhandel auch Aussaaterde erworben werden. Wie beim Menschen, haben auch Pflanzen in jedem Wachstumsstadium geänderte Nahrungsansprüche. Sind die Pflanzen groß genug (ca. 10 cm) kann wenig organischer Dünger zugefügt werden.




Welche Gefäße eignen sich für die Aussaat?


Ideale Aussaatgefäße sind luftdurchlässig, kompostierbar und können mit der Pflanze in ein größeres Gefäß gepflanzt werden. So werden die Wurzeln beim Umtopfen nicht beschädigt. Für unsere Anzuchtsets verwenden wir Töpfe aus Kokosfasern, die in Indien hergestellt werden. Diese sind wasserdurchlässig und lössen sich nach einiger Zeit in der Erde vollständig auf bzw. lassen die Wurzeln "aus dem Topf wachsen". Gerne verwenden wir auch gebrauchte Eierkartons. Torftöpfe sollten aus Gründen des Umweltschutzes nicht verwendet werden.




Wie wässere ich die Samen?


Das Substrat mit den Samen muss gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten werden. Trocknet das Substrat aus, stirbt der Keimling ab. Fehlt die Zeit zum besprühen, kann der Aussaattopf auch mit einer lichtdurchlässigen, mit Löchern versehenen Folie bedeckt werden. Diese verhindert das Austrocknen, der Topf sollte aber mindestens alle 3 Tage belüftet werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.




Wo ist der beste Standort für den Anzuchttopf?


Zwar keimen die meisten Samen in der Dunkelheit, unter der Erde, nichtsdestotrotz müssen sie erkennen, dass genügend Licht für das Wachstum zur Verfügung steht. Der beste Standort ist demnach: hell. Die Fensterbank eignet sich sehr gut, sofern sie nicht nach Norden zeigt. Erfolgt die Anzucht vor März, haben sich Pflanzenlampen, die im Fachhandel erhältlich sind, bewährt.




Muss die empfohlene Aussaattemperatur genau eingehalten werden?


Ja. Zu kühle Temperaturen beeinträchtigen den Keimerfolg, zu hohe Temperaturen können eine Keimruhe verursachen, aus die die Samen nur mehr schwer zu holen sind.